Burgspektakel Oberhausen 2025 (Burg Vondern)

Lager auf Burg Vondern

Der Lagergast
Ulf Kok

Wir waren auch dieses Jahr wieder in Oberhausen dabei. Die Veranstaltung lief vom 11. bis 13. Juli 2025.

Mehr als 80 Händler und Handwerker boten ihre Waren an. Die Auswahl reichte von handgefertigten Kunstwerken bis zu mittelalterlichen Accessoires. Auch das kulinarische Angebot war breit gefächert und umfasste sowohl herzhafte Speisen als auch vegane Optionen.

Mit von der Partie waren: Rheinhold von Krinvelde nebst Gemahlin Anna von Nievenheim, Holger und Michaela von Senex Sacculos, Lagergast an diesem Wochenende war Ulf Kok (Uwe der Koch). Silvie vom Wikingerhort Oberhausen gab sich am Samstag als Tagesgast im Lager die Ehre.

Das Lager

Das Lager

Der Aufbau am Donnerstag fand bei brütender Hitze auf demselben Platz wie letztes Jahr statt. Wir standen wieder direkt neben dem Coelner Gesinde auf der hinteren Wiese. Es war sehr heiß, es fehlt definitiv an Schatten auf der hinteren Lagerwiese. Nach dem Aufstellen des Feldlagers wurde es dann aber gemütlich. Wie schon im Vorjahr waren wir leider zu spät für Badezuber-Termine, aber zum Glück hatten wir das Duschzelt von Senex Sacculos aufgebaut. Es fehlten uns leider Marcus von Havenburn nebst Gemahlin und Katharina von Kempen, so mussten wir den Platz bestmöglich füllen.

Annas Marktstand
Annas Flitter und Tand aus zweiter Hand

Der Freitag war sehr entspannt, aber extrem warm. Am Morgen schon öffnete Gremplerin Anna ihren Stand und bot ihre Waren aus zweiter Hand feil. Die Geschäfte liefen nicht gut, dennoch konnte sie geschickt einiges aus ihrem Sortiment an den Mann oder die Frau bringen. Im Laufe des Vormittags und des Mittags trudelten die letzten Händler und Lager ein.
Um 16 Uhr öffnete das Burgspektakel seine Pforten. Das Abendmahl war wie üblich eine zünftige Brotzeit. Leider waren wir alle etwas erschöpft von der Hitze des Tages und so war der Abend eher kurz.

Am Samstagmorgen wurde Herr Rheinhold auf dem Weg zum Abort von der Orga angesprochen. Es fand sich kein Burggraf, der im Burghof ein kleines Schauspiel zum Beginn der Feldschlacht liefert, als sprang Herr Rheinhold als Burggraf ein. Der Plan war, dass auf dem Burghof eine kleine militärische Abordnung den Marktfrieden stört und der Burggraf mit seinen Mannen die Eindringlinge bis zum Kampfplatz heruntertreibt und dort die Feldschlacht startet; dabei sollte das Publikum bis zur Arena mitgezogen werden.
Am Samstag Abend gab es wieder die leckere Erbsensuppe zum gemeinsamen Abendmahl in zweifacher Ausfertigung (mit und ohne Fleisch). Die Suppe war trotz des warmen Wetters ein absoluter Gaumenschmaus. Ein Hoch auf den Koch!

Auch am Sonntag war es wieder sehr heiß. Gegen Mittag waren Rheinhold und Ulf als Torwachen am Eingang um Bändchen zu kontrollieren und Karten abzureißen. Nach der Wache gab es als Entschädigung Freibier an der Green Dragon Taverne.

Der Abbau war wegen der Hitze aber eine echte Qual, aber dank dem zusätzlichen Paar Hände von Herrn Ulf ging es recht gut.

Die Feldschlacht

Der Burggraf auf dem Burghof
Herr Rheinhold und seine Mannen

Die Feldschlacht begann mit dem Einzug des Burggrafen Rheinholds auf den Marktplatz. Plötzlich erschien eine Rotte bewaffneter Kölnischer Krieger auf dem Burghof und störten den Marktfrieden, indem sie den Burggrafen in seiner Burg bedrohten. Herr Rheinhold wies seine Ritter an, die Eindringlinge vom Markt zu werfen und die Mannen der Burgverteidigung aufziehen zu lassen. Nach einer gegenseitigen Beschimpfungstirade begann die Marktwache, die Angreifer vom Burghof in Richtung Kampfplatz vor sich her zu treiben. Herr Rheinhold beschimpfte die Angreifer die ganze Zeit und trieb sie mit seinen Mannen vor sich her.

Vorgeplänkel
Vorgeplänkel auf dem Weg

Das Schauspiel lief zunächst wie geplant, aber es war sehr heiß und schwül und der Weg vom Burghof zur Kampfarena war weit. Es wurde zu oft und zu lang gekämpft. Die Hitze forderte nun von allen Beteiligten ihren Tribut. Einige Recken konnten wegen Kreislaufproblemen nicht mehr an der eigentlichen Feldschlacht teilnehmen. Für Sonntag musste die Vorgehensweise entsprechend angepasst werden, so gab es nur noch 3 sehr kurze Geplänkel auf dem Weg zur Kampfbahn. Die eigentliche Feldschlacht war eine Vollkontakthauerei. Die leichter gerüsteten Kämpfer aus dem Vorgeplänkel stellten eigene Liniensegmente und hatten aufgrund der vorangegangenen Kämpfe mit dem Ausgang der Feldschlacht nicht mehr viel zu tun.

Bild der Feldschlacht
Die Feldschlacht

Auf dem Feld der Ehre hatte sich eine Kölnische Belagerungsarmee aufgebaut. Zwischenzeitlich hatten auch die Vonderner Verteidiger Aufstellung genommen und die verbliebenen Kämpfer aus dem Vorgeplänkel reihten sich ein. Trotz extremer Hitze gab es vier Aufeinandertreffen, doch auch hier mussten einige Kämpfer aufgrund der Temperaturen aufgeben. Die Feldschlacht endete an beiden Tagen mit dem Sieg des Kölnischen Heeres über die Vonderner Verteidiger.

Nach der Schlacht waren die Kinder mit Schwimmnudeln bewaffnet an der Reihe. Es war eine echte Gaudi, wie gestandene Ritter um Gnade winselnd vor prügelnden Kindern davonliefen.

Video 1 Kinderschlacht
Video 2 Kinderschlacht

 

Fazit

Es war wieder heiß, unerträglich heiß… Die Burg Vondern mit ihrer historischen Atmosphäre bildet eine passende Kulisse für das Spektakel.
Und es war eine wirklich schöne, gelungene Veranstaltung mit viel Potential. Vielen Dank an die tolle Orga.
Anna konnte einiges aus ihrem Sortiment an den Mann oder die Frau bringen.
Wir sind gern nächstes Jahr wieder am Start.