14. Epochenfest in Jülich

Zu Pfingsten in Jülich

Nachdem wir letztes Jahr Pfingsten eher Pech hatten war es am letzten Freitag endlich soweit, worauf wir schon lange voller Vorfreude gewartet hatten – 14. Epochenfest in Jülich.

Mit dabei waren Marcus von Havenburn, Katharina von Kempen, Rheinhold von Krinvelde, die Gremplerin Anna, sowie Wilhelm von Dvsseldorp nebst Gemahlin Brigainne und Georg von Rengsdorf.

Der Herr von Rengsdorf wollte erst am nächsten Tage zu uns treffen und unser Hospitalliter Marcus von Havenburn musste sich von einer Fußverletzung erholen – es war die Gicht, weswegen beim Aufstellen des Lagers nur die halbe Besetztung helfen konnte, beziehzungsweise sich die Damen um so mehr abrackern mussten. Nach dem Aufstellen des Feldlagers wurde es dann schnell gemütlich und man trank Bier. Allerdings waren die Herrschaften nach der langen Reise und dem Aufbau müde und so war man bereits vor Mitternacht im Bette.

Annas Gremplerbank

Am folgenden Tage nun öffnete Gremplerin Anna ihren Stand bei bestem Wetter und bot ihre Waren aus zweiter Hand feil. Die Geschäfte liefen aber eher Zäh, dennoch konnte sie geschickt einiges aus ihrem Sortiment an den Mann oder die Frau bringen. Sehr früh stieß dann auch Georg von Rengsdorf zu uns, der sich sogleich ans Werk machte und Holz hackte.

Herr Rheinhold schlenderte derweil über die Markt und erblickte allerlei Wunder: Da waren Piraten, Schottenclans, Krieger aus gar ferner Zukunft mit allerlei fremdartigem Geraffel. Doch konnte man auch viele bekannte Gesichter finden, die Stolberger Burgritter, die Kämpfer der Berhardtsburg, oder die Streitberger.

Samstag Abend gab es „geräderten Kapaun“ vom Grill, den Brigainne mit sehr viel Liebe bauchpinselte, also mit Gewürzen bestrich. Wir wollten unsere neue Art der Zubereitung zunächst vor dem eigentlichen Markt testen, weswegen noch nicht alles perfekt geklapt hat. Unser Holz war auch nicht ganz trocken abgelagert, so dauerte die Zubereitung ganze 4 Stunden. Aber es hat sich gelohnt. Das Mahl war exquisit! Verschiedene andere Lager fanden gefallen an unserer Zubereitung, mal sehen wie viele „geräderte Kapaune“ es im nächsten Jahr gibt. Seltsam, aber wieder war man bereits gegen Mitternacht im Bette und es wurde verdächtig wenig Bier getrunken.

Georg von Rengsdorf
Die Duellanten

Am Sonntag begann der Markt bei bestem Wetter. Der Herr von Oidtweiler sowie der Graf von Stolberg forderten unseren Herrn Rheinhold zum Zweikampfe zur Mittagsstunde. Herr Rheinhold musste mit geliehener Rüstung antreten, während sich Georg von Rengsdorf in seiner besten Rüstung dem anwesenden Volke präsentierte.

Zwischenzeitlich wurde süßes Backwerk von Wilhelm von Dvsseldorp vor den Augen des anwesenden Volkes hergestellt; es gab Zimtschnecken. Im Anschluss wurde noch frisches Zwiebelbrot gebacken, welches am Abend genüsslich verspeist wurde. Katharina von Kempen schnitt unter vielen Tränen dazu die Zwiebeln, daher war es vermutlich auch besonders lecker. Wieder wurde es mit dem zu Bett gehen früh. Es floss für Viatoris Verhältnisse sehr wenig Bier.

Am Pfingstmontag ließen wir bei drückender Hitze das Pfingstfest ausklingen. Schließlich musste noch das Lager abgebrochen und die Heimreise angetreten werden.

Unser besonderer Dank gilt den Damen Brigainne von Dvsseldorp, die sich aufopferungsvoll um unser tägliches leibliches Wohl gekümmert hat, sowie Katharina von Kempen, die sich sehr viel Mühe mit der täglichen Lagerarbeit gemacht hat, hier sei insbesondere das tägliche Tischlein deck dich hervorgehoben. Ferner müssen wir sagen, dass unser Lagervogt Georg von Rengsdorf seinem Ruf wieder alle Ehre gemacht hat und das Feuers mit nassem Holz anfachen und am brennen halten konnte. Dank auch ihm für das Holzhacken.

Fazit: Nächstes Jahr wieder!